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Konfigurationsmanagement

Aufgabe des Konfigurationsmanagements (kurz: KM) ist es, eine verhältnismäßige und organisatorische Regel über den gesamten Lebenslauf einer Softwareentwicklung anzuwenden. Also vom Design, über die Implementierung und Betreuung bis zur Entsorgung.

Ein häufig anzutreffender Irrtum ist der Glaube, dass sich das Konfigurationsmanagement nur die Konfiguration der Software beschränkt. In Wirklichkeit umfasst das Konfigurationsmanagement jegliche Kombination aus Hardware, Software und Dienstleistungen mit dem Ziel ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Software zu jedem Zeitpunkt exakt wiederherstellen zu können.

Geschichte

Initialer Auslösung des heutigen Konfigurationsmanagements waren in den 1950er die steigende Produktkomplexität und die daraus resultierenden Probleme. Mit den damaligen Mitteln, in der Regel einfache Karten, waren diese Probleme gefühlsmäßig unbeherrschbar – insbesondere in der Luft- und Raumfahrtindustrie. In den folgenden Jahren produzierten andere Branchen ebenfalls komplexe Produkte, wodurch sich das Konfigurationsmanagement auch in anderen Anwendungsbereichen heimisch wurde, sich verfeinerte und spezialisierte.

Definition nach ISO 10007:2003

Wie viele sinnvolle Regelungen findet sich auch für das Konfigurationsmanagement eine Definition hierfür: „configuration management coordinated activities to direct and control configuration“. Zu Deutsch: Unter Konfigurationsmanagement versteht man „koordinierte Tätigkeiten zur Leitung und Lenkung von Konfigurationen“, wobei unter einer Konfiguration ist somit die Summe „miteinander verbundener funktioneller und physischer Merkmale eines Produktes, wie sie in den Produktkonfigurationsangaben beschrieben sind“ zu verstehen ist.

 Konzeptionelle Teilegebiete

Je nach Projekt bzw. Produkt werden im Rahmen des Konfigurationsmanagement verschiedene technische und organisatorische Regelungen getroffen. Konzeptionell bieten sich hier folgende Teilgebiete an:

  • Organisation und Planung des Konfigurationsmanagements (KMO)
  • Konfigurationsidentifizierung (KI)
  • Konfigurationsüberwachung (KÜ)
  • Konfigurationsbuchführung (KB)
  • Konfigurationsaudit (KA)

Kundennutzen

In anderen Worten: Mit dem richtigen Konfigurationsmanagement wird sichergestellt, dass  jederzeit auf die Ergebnis- und Arbeitsstand einer Projektversion zurückgegriffen werden kann. Hierzu müssen die Konfigurationseinheiten mindestens

  • eindeutig gekennzeichnet,
  • sicher verwaltet und
  • wieder auffindbar archiviert.

Beginnend von den ersten Vertragsverhandlungen bis zur Übergabe und Langzeitarchivierung des Projektes werden Projektbedürfnisse, eigene Konfigurationsverfahren, -prozesse, -methoden und –werkzeuge mit Ihnen abgestimmt.